Ausgeprägte Sexualität

cosmo-lack-breit-headerProvozieren! Spielen! Ärgern! Das bin ich. 

Neulich schrieb mir ein mir sehr beliebter Twitterer ins Stammbuch, ich hätte eine ausgeprägte Sexualität. What the fuck?

Ja, ich habe gerne Sex. Das sollte man auch. Und man sollte auch dazu stehen, dass man gerne Sex hat. Warum auch nicht? Es ist wohl der schönste Zeitvertreib der Welt. Und mit der günstigste.

Aber: Ich denke nicht, dass ich eine ausgeprägte Sexualität habe. Denn das würde bedeuten, dass ich mehr Sex haben wollen würde, als jede andere, in diesem Fall, Frau. Und das ist Bullshit. Jede Frau will Sex. Guten Sex. Genausoviel Sex wie ich. Nicht mehr, nicht weniger. ¹

Ich bin mir ziemlich sicher, dass jedes Pärchen, jede Ehe mehr Sex hat als ich, denn die meisten Pärchen (Ehe oder nicht) aus meinem direkten Umfeld haben alleine aufgrund der Verfügbarkeit deutlich mehr regelmäßigen Verkehr als ich. Ich dagegen bin Single. Ich müsste mich also erst aufraffen und gegebenenfalls fremde Menschen in mein Leben lassen, um Sex zu haben oder ich müsste auf meine üblichen Freunde+ (friends with benefits) zurückgreifen, sofern sie denn Lust haben, da sind oder nicht gerade in einer Beziehung stecken. Hier also eine beruhigende Nachricht: Dafür bin ich oft einfach viel zu faul. Uuuuh. Shocking Comso.

Dass viele Menschen denken, ich hätte ein aufregendes Sexualleben, entsteht in den Köpfen, weil ich komprimiert schreibe, was ich so erlebe oder erlebt, was ich mache oder mal gemacht habe. Ich schreibe nicht über das ganz normale dazwischen. Denn ehrlich: Hey, ich sitze vor dem Fernseher, esse Gummibärchen und trinke ein Glas Sekt. Ich bin ein ganz stinknormaler Mensch. Was so wild anmutet, ist vielleicht, dass ich offensiv mit meiner Sexualität umgehe, gerne provoziere und auch gerne spiele. Was vielen zum Kopfkino gereicht, wenn ich von wechselnden Geschlechtspartnern rede und keine feste Beziehungen will, ist jedoch kein hinreichender Grund zur Annahme, ich hätte eine ausgeprägte Sexualität.

Um ein altes Bild zu bemühen: Eine Frau, die gerne Sex hat, ist eine Schlampe – ein Mann, der dies tut, ein toller Hecht.

Damit wollen wir mal gleich aufhören, meine Herren, gell?

¹  Das ist hormongesteuert (HA! Jetzt können wir das Argument auch mal benutzen!). Die Betonung liegt auf gutem Sex. Wer will schon was, wenn’s nur solala ist? Strengen Sie sich also mehr an, wenn es zuwenig oder eingeschlafen ist.

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6 Gedanken zu “Ausgeprägte Sexualität

  1. darkfantasies69 schreibt:

    Ach immer diese Bewwertungen !! Ich finde guten Sex hat man wenn man es fühlt. Ebenso die ausgeprägte Sexualität. Fühle die Lust, weniger die Leistung. Den anderen Wahr-Nehmen, das ist einfach wichtiger.

    Und ja, ich mag Sex, besonders wenn man dann einfach seine Fantasie fließen lässt. Und klar, ich schreibe Geschichten, deswegen machen sich vielleicht viele Gedanken……. und nicht immer die Besten 🙂 . Aber was soll es?
    Ich habe auch ein ganz anderes Leben mit einigen anderen Eigenheiten. Trotzdem habe ich viel Lust und lass mich auch gerne mitreissen, wenn Sie es denn kann !
    Und anders als dieses alte Bild ist eine Frau die gerne Sex hat keine Schlampe. Für mich ist sie wundervoll. Denn wie diese ihre ganze Fantasie und Lust zu lässt………tja dann…….und Männer hätte sicher gerne mehr, aber ob sie es immer erreichen ? Von wegen toller Hecht. Ich bin sicher kein toller Hecht, nur einfach normal mit viel Lust und Fantasie.

    Liebe Grüße

    HoM

  2. Ist schon spannend, dass so so laut darüber schreiben musst. Hunde, die laut bellen, beißen nicht und du wirst wahrscheinlich noch weniger Sex haben werden.

    Ich kann auch sagen, wer ficken will, muss nett sein und nicht nur herumschreien.

    Wer hat dir bloß solchen altertümlichen Vorstellungen vermittelt …

  3. Urs Sprüngli schreibt:

    Ach, Frau Cosmo. Wenn du über Sex in Beziehungen redest, ist es so ähnlich, wie wenn das ein katholischer Pfarrer tut. Der kennt auch nur den seltenen, aufregenden, gar verbotenen Sex. Und hat keine Ahnung davon, was in einer Beziehung passiert.
    In meinem Freundeskreis sind mehr langjährige Paare, die überhaupt keinen Sex mehr haben (oder nur solchen, den du und ich komplett ablehnen würden) als solche, bei denen es noch klappt. Und das liegt nicht (bei allen) daran, dass die Männer sich keine Mühe gäben, sich gehen ließen und fantasielos wären. Es liegt praktisch immer daran, dass die Frauen einfach nicht mehr wollen. Gott sei Dank gibt es einige wenige Ausnahmen. Früher hatte ich ein Riesenproblem damit, dass die Männerwelt sich diese Ausnahmen teilen muss. Heute habe ich meinen Frieden damit gemacht. Und genieße jede Gelegenheit.

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