Cremiges Vergnügen

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Die schlichte Pornografie ist für Männer gemacht. Sie ordnet sich nach den Vorlieben des optischen Geplänkels zwischen Mann und Frau. Worauf Männer so stehen können, ergibt sich schon aus den Kategorien der großen Pornoseiten. Cumshots zum Beispiel. Das ganze Pflegeprogramm für Gesicht, Bauch, Beine, Po.

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Kondome – meine Sache

Die Resonanz über Kondome oder weggelassene Kondome hat mich etwas überrascht. Denn nur weil ich mich nicht zeilenweise darüber auslassen will, wann und wie lange er gebraucht hat, um sich einen Gummi über sein bestes Stück zu stülpen, heißt es nicht, dass ich nicht verhüte. Vielleicht habe ich auch keinerlei Lust darüber zu schreiben, wie geschützt ich bin.

Schließlich schreibe ich auch nicht, wie ich gegen ungewolltes Schwangersein verhüte.

Mal so ein Hinweis: Auch ein Mann, der nicht verhütet, kann sich den HI-Virus einfangen. Geschlechtskrankheiten. Herpes. Hochrisikobehaftete HPV.

Wissen Sie, wieviel Männer nicht einmal ein Gummi in ihrer Tasche haben, sondern darauf vertrauen, dass sie sich kümmert? Darüber sollten Sie sich mal Gedanken machen und etwas daran ändern. Nicht ich. Ich kümmere mich immer um meinen Schutz. Sie auch?

Ich schreibe nur nicht drüber.

Männer wissen ja alles

Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Männlein her – und erklärt Dir Deine Befindlichkeit für irrelevant.

Beispiel: Du sagst als Frau, was Dir gefällt. Schon klopft einer an und sagt: Dem ist nicht so. Denn… und dann folgt ein Schwall von Schwachsinn, der nicht auf mir und meiner Weiblichkeit, sondern seiner subjektiv männlichen Sichtweise, was uns Frauen gefällt, basiert.

Beispiel: Wenn einer durchschnittlichen Frau fluffige 15cm ausreichen, kommt einer gewiss daher, der sagt: Stimmt gar nicht, alles bis 15cm ist erbärmlich. Frauen, hört auf ihn. Er weiß es. Er hat die Vagina und Euer Empfinden erschaffen – sein Bauplan.

Beispiel: Wenn eine Frau sagt, sie  habe mit einer kleinen Oberweite an vielen Tagen ein nicht so gutes Gefühl, als wenn sie eine größere Oberweite hätte, kommt irgendwo einer daher stolziert, der fragt: „Was ist so schlecht an einer kleinen Oberweite? Ich mag kleine Brüste.“ Natürlich ist das aufbauend und nett gemeint, aber es geht nicht darum, wie er das findet, sondern um sie, sie, sie. Was SIE fühlt, was SIE findet, dass SIE sich dahingehend nicht mag. WEIL sie nicht groß und rund sind. WEIL die supertollen Klamotten nicht so toll aussehen ohne Brüste. Weil eben.

„Ich hab zu kleine Brüste!“
„Ich find kleine Brüste toll.“

Warum wirkt das Kompliment nicht? Weil ich mich als Frau nicht danach definiere, was er gerade schön findet. Sondern ich will MIR gefallen und nicht ihm. MIR MIR MIR. Der Schlüssel zu meinem Glück liegt in MEINER Zufriedenheit und nicht in seiner. Das verstehen Männer aber nicht: Dass es nicht darum geht, dass etwas gut ist, weil sie es doch finden. Aber das können sie nicht verstehen: Als Nabel der Welt ist man blind gegenüber dem, was um einen herum passiert.

Aber tröstet Euch, liebe Männer, es gibt auch genügend Frauen, die das nicht verstehen und die mir sagen wollen, was falsch darin ist, wenn ich mich als Frau sexy fühlen möchte: Weil es  nur daran läge, dass ich mich vor, mit und über Männer als sexy definieren wolle.

Puh.

Ich bleibe dabei: Meine Gefühle gehören mir und da lass ich mir von niemanden reinpfuschen und reinreden. Ich bin ich. Was ihr macht, ist mir schnuppe.